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Plan: Registrierung und Anmeldung (Entwurf)

Stand 2026-10-31, noch nicht umgesetzt. Ziel: ein Zwischending zwischen „jeder darf sich registrieren“ und „für jede Person einen Einladungscode erzeugen“, dazu bequemere Anmeldung.

Heute

  • ALLOW_REGISTRATION bzw. Admin-Schalter „offene Registrierung“: jeder kann ein Konto anlegen.
  • Sonst nur mit Einladungscode (optional an eine E-Mail-Adresse und eine Organisation gebunden, einmal verwendbar, mit Ablaufdatum).
  • Anmeldung nur mit E-Mail/Benutzername und Passwort (dazu API-Keys für Webhooks).

1. Registrierungsmodus statt Ja/Nein

Ein Modus ersetzt den Schalter „offene Registrierung“:

Modus Verhalten
closed Nur mit Einladungscode (wie heute ohne offene Registrierung).
approval Jeder kann sich registrieren, das Konto ist aber gesperrt, bis ein Admin es freigibt.
domain Registrierung nur mit E-Mail-Adressen bestimmter Endungen (z. B. @firma.de, @familie-dach.de), sofort aktiv.
domain+approval Erlaubte Endungen sofort aktiv, alle anderen warten auf Freigabe.
open Jeder, sofort aktiv (wie heute).

Einladungscodes funktionieren in jedem Modus und überspringen Freigabe und Endungsprüfung.

Freigabe durch Admin

  • Neue Konten im Modus approval werden mit is_active = 0 und einem Status „wartet auf Freigabe“ angelegt (eigenes Feld, damit „gesperrt“ und „wartet“ unterscheidbar bleiben).
  • Die Person sieht nach der Registrierung: „Dein Konto wird geprüft. Du bekommst eine E-Mail, sobald es freigeschaltet ist.“ Anmelden geht bis dahin nicht (gleiche Meldung).
  • Admins bekommen eine Benachrichtigung über die vorhandenen Kanäle (E-Mail/Push, neues Ereignis „Registrierung wartet“) und sehen in der Benutzerverwaltung oben eine Liste „Wartet auf Freigabe“ mit Freigeben / Ablehnen. Ablehnen löscht das Konto.
  • Bei Freigabe geht eine E-Mail im bekannten Layout an die Person („Dein Konto ist freigeschaltet“ mit Knopf zur App).
  • Ohne SMTP funktioniert alles, nur ohne E-Mails.

E-Mail-Endungen

  • Liste von Domains, Vergleich ohne Groß-/Kleinschreibung auf den Teil nach @ (keine Subdomains, außer ausdrücklich *.firma.de).
  • Optional: E-Mail-Adresse bestätigen per Link (wie Passwort vergessen, gleiche Token-Technik), bevor das Konto aktiv wird. Sonst kann jeder chef@firma.de eintippen. Bei domain sollte die Bestätigung Pflicht sein, wenn SMTP eingerichtet ist.

Missbrauch

  • Gleiche Bremse wie beim Login (Anfragen pro IP), dazu höchstens N wartende Registrierungen gleichzeitig (z. B. 50), danach „gerade keine Registrierung möglich“.
  • In der Demo bleibt Registrierung aus.

2. Einstellungen: Admin-Oberfläche oder Umgebungsvariablen

Damit die Admin-Einstellungen nicht überladen werden:

  • Admin-Oberfläche: nur der Modus (Auswahlfeld) und darunter, je nach Modus, das Feld für die erlaubten Endungen. Die Liste „Wartet auf Freigabe“ steht in der Benutzerverwaltung, nicht in den Einstellungen.

  • Umgebungsvariablen (gewinnen, wenn gesetzt; das Feld in der Oberfläche ist dann gesperrt mit Hinweis „über die Umgebung festgelegt“ – so wie heute bei SMTP):

    REGISTRATION_MODE=domain+approval      # closed | approval | domain | domain+approval | open
    REGISTRATION_DOMAINS=firma.de,familie-dach.de
    REGISTRATION_VERIFY_EMAIL=true          # Bestätigungslink vor Aktivierung
    
  • ALLOW_REGISTRATION=true bleibt als Alias für REGISTRATION_MODE=open erhalten.

3. Einladungen bequemer

Heute: Der Admin erzeugt einen Code (optional an eine E-Mail-Adresse und Organisation gebunden, Rolle, Gültigkeit 1–365 Tage, einmal verwendbar) und gibt ihn weiter; die Person wählt auf der Anmeldeseite „Einladungscode“ und tippt ihn ab.

Einladungslink

  • Jeder Code ist auch als Link nutzbar: https://<instanz>/?invite=<CODE>. Der Link öffnet direkt die Registrierung mit eingetragenem Code; ist er an eine Adresse gebunden, steht die E-Mail schon fest.
  • Die App entfernt den Code nach dem Öffnen aus der Adresszeile (wie beim Passwort-Link).
  • In der Admin-Liste neben jedem Code: Link kopieren und – mit SMTP – per E-Mail einladen (Adresse eingeben → E-Mail im MindSift-Layout mit Knopf „Konto anlegen“, wer eingeladen hat, Gültigkeit). Beim Einladen per E-Mail wird der Code automatisch an diese Adresse gebunden.
  • Den Link baut die Admin-Oberfläche aus der aktuellen Adresse; nur die E-Mail braucht BASE_URL.

Mehrere Personen mit einem Code

  • Neues Feld „Wie oft verwendbar“ (Standard 1, z. B. 20) – ein Link für eine ganze Gruppe, Klasse oder Familie. In der Liste steht „3 von 20 verwendet“, Widerrufen beendet ihn sofort.
  • Alternativ „N Einzel-Codes erzeugen“ (z. B. 20 Stück auf einmal) mit Kopieren/Export als Liste, wenn jede Person ihren eigenen Code bekommen soll.
  • Mehrfach-Codes können nicht an eine einzelne E-Mail gebunden werden, wohl aber an eine Organisation und an die erlaubten E-Mail-Endungen (Abschnitt 1).
  • Technisch: Spalten max_uses und use_count an user_invites; das bestehende „Code reservieren → Konto anlegen → als benutzt markieren“ zählt dann hoch statt abzuschließen (weiter ohne Doppelverwendung bei gleichzeitigen Registrierungen).

4. Anmelden mit anderen Konten

OpenID Connect (statt „nur Google“)

Ein allgemeiner OIDC-Login deckt Google, Microsoft, Apple und vor allem selbst gehostete Anbieter ab: Authentik, Keycloak, Authelia – und Gitea/Forgejo selbst kann OIDC-Anbieter sein. Für ein Homelab ist das meist nützlicher als Google.

  • Konfiguration nur per Umgebung (Geheimnisse gehören nicht in die Datenbank-Oberfläche):
    OIDC_ISSUER=https://git.dsit.me/          # oder https://accounts.google.com
    OIDC_CLIENT_ID=…
    OIDC_CLIENT_SECRET=…
    OIDC_BUTTON_LABEL=Mit Gitea anmelden
    OIDC_ALLOWED_DOMAINS=firma.de             # optional, sonst gilt der Registrierungsmodus
    OIDC_AUTO_CREATE=true                     # neues Konto beim ersten Login anlegen (Modus/Freigabe gelten)
    
  • Ablauf: Authorization Code Flow mit PKCE, state und nonce; Rückkehr auf BASE_URL/api/v1/auth/oidc/callback. Konten werden über iss+sub verknüpft (neue Tabelle), nicht nur über die E-Mail.
  • Besteht schon ein Konto mit derselben, vom Anbieter bestätigten E-Mail, wird es nach Passwortabfrage verknüpft (kein stilles Übernehmen fremder Konten).
  • Danach normale MindSift-Sitzung (wie heute), Abmelden bleibt lokal.
  • Passwort-Login bleibt daneben möglich; optional PASSWORD_LOGIN=false, wenn nur noch OIDC gewünscht ist (Admin-Notzugang beachten).

Eine Anmeldung über den Mailserver (SMTP-Prüfung wie in Gitea) ist bewusst nicht vorgesehen: Das Mailpasswort liefe durch MindSift, und große Anbieter erlauben es meist nicht mehr.

Reihenfolge und Aufwand (grob)

  1. Einladungslink (Link kopieren, per E-Mail einladen) und Mehrfach-Codes – klein bis mittel, sofort nützlich.
  2. Registrierungsmodus mit Freigabe und Endungen, Umgebungsvariablen, Admin-Liste „Wartet auf Freigabe“, E-Mails – mittel.
  3. E-Mail-Bestätigung per Link – klein (Technik wie Passwort vergessen).
  4. OIDC-Login – mittel (Bibliothek coreos/go-oidc + golang.org/x/oauth2, neue Tabelle für verknüpfte Konten, Knopf auf der Anmeldeseite).

Offene Fragen

  • Sollen Admins bei jeder wartenden Registrierung benachrichtigt werden oder reicht ein Zähler in der Benutzerverwaltung?
  • Neue Konten per Endung automatisch einer Organisation zuordnen (z. B. @firma.de → Organisation „Firma“)?
  • Welcher OIDC-Anbieter zuerst: Gitea, Google, Authentik …?
  • Soll ein abgelehnter Antrag gesperrt bleiben (gleiche Adresse kann es nicht erneut versuchen) oder einfach gelöscht werden?