# Architektur ## Überblick ``` Browser (React SPA, PWA-Manifest) │ REST /api/v1/* Authorization: Bearer │ WebSocket /api/v1/ws Fallback: SSE /api/v1/events ▼ Go-Server (chi) ── internal/api Handler, Middleware, Alarm-Ticker │ internal/ws Hub (Räume, Benutzer-Kanäle, SSE) │ internal/auth JWT, bcrypt, API-Key-Hash ▼ internal/config SQLite (modernc.org/sqlite, WAL) ── internal/storage ``` Das Frontend liegt per `go:embed` im Binary ([cmd/server/main.go](../cmd/server/main.go)). Unbekannte Pfade liefern `index.html` (SPA-Routing); `index.html`, `sw.js` und `manifest.json` werden mit `no-store` ausgeliefert. ## Stack | Schicht | Technik | |---|---| | Backend | Go 1.23, `go-chi/chi` v5, `go-chi/cors`, `gorilla/websocket`, `golang-jwt/jwt` v5, `x/crypto/bcrypt` | | Datenbank | SQLite über `modernc.org/sqlite` (reines Go, kein CGO), WAL, `foreign_keys=ON` | | Frontend | React 18, TypeScript, Vite 5, Tailwind 3, framer-motion (Triage-Karten), lucide-react, prismjs (Code-Blöcke) | | Auslieferung | Mehrstufiges Dockerfile (Node 22 → Go 1.23 → Alpine 3.21), Image `git.dsit.me/sandrodach/mindsift` | ## Verzeichnisse | Pfad | Inhalt | |---|---| | `cmd/server/` | `main.go`, eingebettetes `dist/` | | `internal/api/` | `server.go` (Server, Router mit allen Routen, Middleware, JSON-Helfer); Handler nach Bereich in `handlers_*.go` (`auth`, `account`, `thoughts`, `documents`, `folders`, `lists`, `tasklists`, `teams`, `admin`, `integrations`), `realtime.go` (WebSocket/SSE), `alarms.go` (Ticker und Versand), `docsync.go`, `mail.go`, `netguard.go`, `password_reset.go` | | `internal/storage/` | `sqlite.go` (Store, Schema, Migrationen); Datenlogik nach Bereich: `users.go`, `apikeys.go`, `thoughts.go` (inkl. Alarme), `tasklists.go`, `documents.go`, `folders.go`, `tags.go`, `lists.go`, `teams.go`, `system.go` (Einstellungen, Statistik, Export), dazu `visibility.go`, `docsync.go`, `search.go`, `trash.go`, `backlinks.go`, `recurrence.go` u. a. | | `internal/domain/` | Strukturen (`models.go`), ID-Erzeugung, Tag-Extraktion | | `internal/ws/` | `hub.go` | | `internal/collab/` | Kern der Notiz-Synchronisation ohne Datenbank: Blockbaum, Operationen und Konfliktregeln, Sortierschlüssel, Leases, Long-Poll-Benachrichtigung | | `internal/auth/` | Tokens und Passwörter | | `internal/config/` | Umgebungsvariablen | | `frontend/src/features/` | `triage`, `workspace`, `lists`, `teams`, `settings`, `capture`, `auth`, `help` | | `frontend/src/lib/` | `api.ts` (REST-Client, Transport-Umschaltung WS/SSE), `types.ts`, `markdown.tsx`, `theme.ts` | | `frontend/src/lib/docSync/` | Notiz-Synchronisation im Browser: Portierung von `internal/collab` (`model.ts`, `orderKey.ts`), Vergleich Editor-Liste → Operationen (`diff.ts`), `engine.ts`, IndexedDB (`persist.ts`), HTTP (`transport.ts`) | | `e2e/` | Browser-Tests mit Playwright gegen einen echten Server (`e2e/run.sh`) | | `frontend/src/themes/` | CSS pro Theme | ## Start und Laufzeit 1. `config.Load()` liest die Umgebung (siehe unten). 2. `storage.NewStore()` öffnet SQLite (`busy_timeout`, WAL, max. 8 Verbindungen) und führt `migrate()` aus. 3. SMTP-Werte aus der Umgebung werden in `system_settings` übernommen, sofern dort noch nichts steht. 4. Mit Demo-Flag legt `EnsureDemoAccounts` die Konten `admin/admin` und `user/user` an. 5. `api.NewServer` startet den **Alarm-Ticker** (jede Minute), die **Verdichtung des Notiz-Logs** (beim Start, dann alle 6 Stunden) und baut den Router. Server-Timeouts: Lesen 15 s, Schreiben 30 s, Leerlauf 60 s. Beim Beenden wird sauber heruntergefahren. ## Konfiguration | Variable | Standard | Bedeutung | |---|---|---| | `PORT` | `8080` | HTTP-Port | | `DATA_DIR` | `./data` (Container: `/data`) | Verzeichnis der Datenbank | | `DATABASE_URL` | leer | `sqlite:///pfad/datei.db` oder Pfad; ohne Angabe `DATA_DIR/mindsift.db`. Postgres-URLs werden **nicht** unterstützt (siehe Hinweis) | | `JWT_SECRET` | zufällig erzeugt, gespeichert in `$DATA_DIR/jwt.secret` | Signaturschlüssel der Tokens; bekannte Platzhalter werden ignoriert | | `TRUSTED_PROXIES` | `private` | Proxys, deren `X-Forwarded-For`/`X-Real-IP` geglaubt wird (`private`, `all`, `none`, CIDR-Liste); `internal/api/clientip.go` | | `LOGIN_PROTECTION` | `true` | Login-Sperre nach Fehlversuchen und Limits für Registrierung und „Passwort vergessen“ (`internal/api/loginguard.go`), `false` = aus | | `BASE_URL` | `http://localhost:` | Basis-URL der Instanz; explizit gesetzt Voraussetzung für das Passwort-Zurücksetzen per Mail | | `TZ` | `Europe/Berlin` | Zeitzone für Fälligkeiten und Alarme; die Zeitzonendaten sind ins Binary eingebettet (`time/tzdata`) | | `ALLOW_REGISTRATION` | `false` | Startwert; die Einstellung im Admin-UI (`system_settings`) hat Vorrang | | `LOG_LEVEL` / `DEBUG` | `info` / `false` | `debug`, `info`, `warn`, `error`; `DEBUG=true` erzwingt `debug` | | `MINDA_DEMO` (auch `MINDSIFT_DEMO`, `DEMO_MODE`) | `false` | Demo-Konten anlegen. Die Demo verschickt nichts (keine Alarme, Test- oder Hinweismails, Webhooks), Server-Einstellungen sind schreibgeschützt, Passwort, E-Mail und Konten der gemeinsam genutzten Demo-Konten lassen sich nicht ändern (`notInDemo` in `internal/api/demo.go`) | | `DEMO_RESET_MINUTES` | `20` | Demo-Modus: periodischer Reset auf die Beispieldaten (`0` = aus). Feste IDs der Demo-Konten (`usr_demo_admin`, `usr_demo_user`) halten Sitzungen gültig; laufende Anfragen sperren den Reset (`internal/api/demo.go`, Streams ausgenommen); danach `DEMO_RESET` an alle Verbindungen, `/auth/status` liefert `demoNextReset`/`demoResetInSeconds`. | | `SMTP_HOST`, `SMTP_PORT`, `SMTP_USER`, `SMTP_PASS`, `SMTP_FROM`, `SMTP_TLS` | leer / `587` / `true` | Mailversand, auch im Admin-UI einstellbar | | `SMTP_FROM_NAME` | `MindSift` | Anzeigename des Absenders, wenn `SMTP_FROM` nur eine Adresse ist (`From: "MindSift" `, der SMTP-Umschlag bleibt die reine Adresse); ein Name in `SMTP_FROM` hat Vorrang | | `SMTP_SKIP_VERIFY` | `false` | Zertifikat des Mailservers nicht prüfen (nur interne Server mit selbstsigniertem Zertifikat) | | `STT_URL` | leer | Eigene Spracherkennung: Basis-URL eines OpenAI-kompatiblen Whisper-Servers (z. B. `http://whisper:8000`, speaches). Gesetzt = Server-Modus, sonst Spracherkennung des Browsers; in der Demo immer Browser | | `STT_MODEL`, `STT_LANGUAGE`, `STT_API_KEY` | `deepdml/faster-whisper-large-v3-turbo-ct2` / `de` / leer | Modell, Sprache (`auto` = erkennen), Schlüssel falls der Whisper-Server einen verlangt | | `STT_DISABLED` | `false` | `true` blendet die Spracheingabe überall aus | | `STT_MAX_SECONDS`, `STT_MAX_UPLOAD_MB` | `600` / `25` | Längste Aufnahme (stoppt im Browser), größte Aufnahme | | `STT_MAX_PARALLEL`, `STT_PER_USER_PER_HOUR`, `STT_TIMEOUT_SECONDS` | `1` / `60` / `120` | Gleichzeitige Erkennungen (weitere warten), Erkennungen pro Person und Stunde, Höchstdauer inkl. Warten | | `LEGAL_IMPRINT_URL`, `LEGAL_PRIVACY_URL` | leer | Impressum/Datenschutz als externer Link (nur `http(s)`) | | `LEGAL_IMPRINT_CONTENT`, `LEGAL_PRIVACY_CONTENT` (oder `…_CONTENT_FILE` mit Dateipfad) | leer | Impressum/Datenschutz als Markdown, angezeigt in einem Lesefenster. Ohne URL und Text bleibt der Link unsichtbar. | Hinweis: `DATABASE_URL` mit `postgres…` führt dazu, dass der Standardpfad in `DATA_DIR` genutzt wird; Postgres ist nicht implementiert. ## Authentifizierung - **Login** mit E-Mail, Benutzername (aus dem E-Mail-Präfix) oder `login`. Passwörter: bcrypt (`DefaultCost`). - **Login-Sperre:** Fehlversuche zählen im Speicher in drei Töpfen: Konto + Adresse (3), Konto (20), Adresse (30), je innerhalb von 15 Minuten; ist einer voll, gibt es 15 Minuten lang `429` mit `Retry-After`. Unbekannte Namen zählen wie Konten (kein Erraten, welche existieren). Erfolg leert die Kontotöpfe, ein Passwort-Reset (Mail oder Admin) hebt die Sperre auf. Die Client-Adresse kommt nur von vertrauenswürdigen Proxys (`TRUSTED_PROXIES`). Dieselben Töpfe begrenzen pro Adresse Registrierungen (20) und „Passwort vergessen“ (10) je 15 Minuten; hier zählt jede Anfrage. - **Einladungscodes:** `INV-` plus 100 Zufallsbits in Base32. Die Registrierung beansprucht den Code, bevor das Konto entsteht (kein doppeltes Einlösen). - **JWT und Sitzungen:** HS256, Claims `userId`, `email`, `displayName`, `tokenVersion`, `jti`. Jede Anmeldung legt eine Zeile in `sessions` an (Gerät, IP, letzte Nutzung); `jti` ist deren ID. Gültig ist ein Token nur, wenn die Sitzung aktiv ist (nicht beendet, höchstens 30 Tage unbenutzt), das Konto aktiv ist und `tokenVersion` mit `users.token_version` übereinstimmt. Ist das Token älter als 24 Stunden, schickt der Server im Header `X-Session-Token` ein neues für dieselbe Sitzung; das Frontend übernimmt es (`request()` in `lib/api.ts`). Aktive Geräte bleiben so angemeldet, unbenutzte fallen nach 30 Tagen heraus (`internal/api/sessions.go`). Neue Passwörter brauchen mindestens 8 Zeichen (`auth.ValidatePassword`). `token_version` wird bei Passwortänderung, Rollenwechsel, Deaktivierung und „Alle Sitzungen beenden“ erhöht. - **Logout** beendet die Sitzung des Geräts; `GET /auth/sessions` listet die Geräte, `DELETE /auth/sessions/{id}` meldet eines ab. Passwort und Login-E-Mail ändern sich nur mit dem aktuellen Passwort (`currentPassword`, falsche Eingaben zählen für die Login-Sperre); ein neues Passwort meldet alle anderen Geräte ab, dieses Gerät erhält per `X-Session-Token` ein neues Token. Ist SMTP eingerichtet, geht eine Hinweismail an die bisherige Adresse. - **API-Keys:** `mindsift_sec_`, gespeichert als SHA-256, nur das Präfix bleibt sichtbar. Der Key gilt als Bearer-Token oder in `X-API-Key` und darf nur Daten anliefern (`POST /inbox`, `POST /webhooks/ingest`); alle anderen Endpunkte antworten mit `403`. - **Passwort vergessen:** nur wenn SMTP und `BASE_URL` gesetzt sind (nicht im Demo-Modus; `passwordReset` in `/auth/status`). `POST /auth/forgot-password` antwortet immer gleich und verschickt die Mail im Hintergrund, höchstens alle 2 Minuten pro Konto. Der Link `BASE_URL/?resetToken=…` gilt eine Stunde und einmal; gespeichert wird nur der SHA-256-Hash (`password_reset_tokens`). `POST /auth/reset-password` setzt das Passwort, entwertet alle offenen Links des Kontos und erhöht `token_version` (alle Sitzungen enden). Die App entfernt den Token sofort aus der Adresszeile. - **Registrierung:** nur mit Einladungscode oder wenn `allow_registration` aktiv ist. Das erste Konto entsteht über `/auth/setup` und wird Administrator. ## Medien in Notizen Bilder und Audio liegen in `$DATA_DIR/media//.`, beschrieben in der Tabelle `media` (Migration 5, `internal/storage/media.go`). Ein Block verweist über seinen Inhalt darauf, z. B. Typ `image` mit `![Beschriftung](media:med_…)`; damit laufen Verweise ohne Änderung am Sync-Modell durch Synchronisation, Rückgängig und Konflikte. Hochladen (`POST /documents/{id}/media`) braucht Schreibrecht auf die Notiz, Lesen (`GET /media/{id}`) Leserecht auf die Notiz der Datei oder auf eine Notiz, deren Blöcke sie zeigen (kopierte Blöcke). Das Format wird am Inhalt erkannt (JPEG, PNG, GIF, WebP; WebM, Ogg, MP3, WAV, M4A), SVG und alles andere wird abgelehnt; Antworten tragen eine eigene CSP mit `sandbox`. Externe Bilder kopiert der Server einmal (`POST /documents/{id}/media/fetch`, nur https und öffentliche Adressen wie bei Webhooks, nicht in der Demo). Grenzen: `MEDIA_MAX_IMAGE_MB`, `MEDIA_MAX_AUDIO_MB`, `MEDIA_QUOTA_MB`, in der Demo `MEDIA_DEMO_MAX_MB`. Backup-ZIP (`media/`) und Markdown-Archiv (`attachments/`, Einbettung `![Beschriftung](../attachments/…)` relativ zur Notiz) enthalten die Dateien der eigenen Notizen; beim Import bekommen sie neue IDs. Der Obsidian-Import übernimmt Bilder und Audio, die eine Notiz allein in einem Punkt einbettet (`![[datei.png]]` oder `![](pfad/datei.png)`); andere Dateien erscheinen in der Vorschau als übersprungen. Die Verdichtung (alle 6 Stunden) löscht Dateien, die kein Block mehr erwähnt (auch keine gelöschten im Papierkorb oder Protokoll), frühestens einen Tag nach dem Hochladen. Der Demo-Reset leert `media/`. ## Notizen umbauen `internal/storage/restructure.go`: **Ast auslagern** liest den Ast, legt die neue Notiz an (Titel eindeutig, gleiche direkte und Gruppen-Freigaben, Besitzer der Ursprungsnotiz bekommt Schreibrecht) und ersetzt den Ast dann über das Operationsprotokoll durch `[[Titel]]` (Hashtags bleiben am Link). **Zusammenführen** hängt die Quelle als `h2`-Überschrift mit ihren Punkten als Unterpunkte an die Zielnotiz an (ebenfalls über Operationen, offene Editoren folgen live) und legt die Quelle in den Papierkorb; „Rückgängig“ löscht die Überschrift samt Unterpunkten und stellt die Quelle wieder her. Die Aktion läuft im Namen des Editor-Clients (`clientId`), damit dessen eigene Block-Sperren nicht stören. Bilder und Aufnahmen funktionieren weiter, weil der Zugriff über die Notizen läuft, die sie zeigen. ## Link-Vorschau Punkte mit einer reinen https-Adresse zeigen darüber eine Karte (`LinkPreviewCard`, `lib/linkPreview.ts`). `GET /link-preview?url=` holt die Seite serverseitig mit demselben Schutz wie Webhooks (nur https, keine internen Adressen, Weiterleitungen geprüft), liest `og:*`/`twitter:*`, ``, `description` und das Icon aus dem `<head>` (höchstens 1 MB HTML, Bild 2 MB, Icon 100 KB, kein SVG) und speichert alles in `link_previews` (Migration 6): Erfolg 7 Tage, nichts Brauchbares 1 Tag, nach 30 Tagen gelöscht. Bilder kommen über `GET /link-preview/{key}/image|icon` mit Login. Pro Adresse höchstens 300 Abrufe in 15 Minuten (Antworten aus dem Cache zählen nicht). Ausblenden einer Karte macht aus der Adresse `[Titel](url)` (ein benannter Link hat keine Karte), damit synchronisiert die Wahl mit der Notiz; „Link-Vorschauen anzeigen“ unter Darstellung gilt pro Gerät. Im Demo-Modus aus. ## Spracherkennung Nur über Umgebungsvariablen (`STT_*`, siehe oben), nicht in der Oberfläche; Administration → Server & Isolation zeigt den aktiven Modus, den Zustand des Whisper-Servers und bietet eine Testaufnahme. Alle Mikrofon-Knöpfe (Quick-Dump-Leiste, mobiles Erfassen-Sheet, Halten des +-Knopfs) nutzen denselben Hook `useVoiceInput` (`frontend/src/lib/voice.ts`, `useVoiceInput.ts`): `server` nimmt auf und zeigt „Wird erkannt…“, `browser` liefert Text schon beim Sprechen, `off` oder ein Browser ohne die nötige Funktion blendet das Mikrofon aus. Im Server-Modus zeigen Wellen den echten Mikrofonpegel (`VoiceWave`), die Aufnahme endet spätestens nach `STT_MAX_SECONDS`. Der Browser nimmt per `MediaRecorder` auf (WebM/Opus, in Safari MP4/AAC) und schickt die Aufnahme an `POST /voice/transcribe`; MindSift reicht sie an `STT_URL/v1/audio/transcriptions` weiter (`model`, `language`) und gibt nur den Text zurück. Nichts wird gespeichert oder protokolliert außer Fehlern (`internal/api/voice.go`). Beim Start wartet MindSift auf den Whisper-Server und stößt den Download des Modells an, falls es fehlt (`POST /v1/models/<id>` bei speaches). `docker-compose.yml` enthält den Dienst `whisper` (speaches 0.8.3, CPU) als auskommentierten Block: Rauten entfernen, `STT_URL=http://whisper:8000` in `.env` setzen, `docker compose up -d`; das Modell liegt in `./whisper` (Ordner gehört UID 1000). Gemessen auf einem Desktop mit 16 Kernen (int8) für einen Satz von 4 s: `Systran/faster-whisper-small` 1,6 s, `deepdml/faster-whisper-large-v3-turbo-ct2` 8 s bei besserer Erkennung (RAM ca. 1 bzw. 2 GB). Auf geteilten vCPUs ist mit dem Mehrfachen zu rechnen. ## Hintergrundjob: Alarme `startAlarmTicker` prüft jede Minute alle offenen, noch nicht gemeldeten Aufgaben mit Fälligkeit. Ist der Alarmzeitpunkt erreicht (Fälligkeit mit Uhrzeit bzw. 9:00 bei ganztägigen Aufgaben, minus Vorlaufzeit des Benutzers, Zeitzone `TZ`), sendet er über die Kanäle des Benutzers (`email`, `discord`, `webhook`) und setzt `alarm_sent`, sobald mindestens ein Kanal erfolgreich war. Nach 3 Durchläufen ohne Erfolg gibt er auf (`alarm_failures`). Details und Einschränkungen: [modules/tasks.md](modules/tasks.md). ## Hintergrundjob: Verdichtung der Notiz-Synchronisation `startCompaction` räumt beim Start und dann alle 6 Stunden auf: abgelaufene Leases und Sitzungen im Speicher, Log-Einträge älter als 30 Tage (private Notizen: 7 Tage), Grabsteine älter als 30 Tage und Idempotenz-Ergebnisse älter als 90 Tage. Details: [database.md](database.md#verdichtung-des-notiz-logs). ## Build ``` Stage 1 node:22-alpine tsc, vitest, vite build → frontend/dist Stage 2 golang:1.23 go vet, go test, go build → /app/mindsift (dist wird eingebettet) Stage 3 alpine:3.21 nur Binary, ca-certificates, tzdata ``` **Image-Tags (CI):** Push auf `dev` → `:dev`; Push/Merge auf `main` → `:latest`; Git-Tag `v*` (z. B. `v1.2.0`) → `:v1.2.0` und `:stable`; Vorabversionen (`v1.2.0-rc.1`) nur `:v1.2.0-rc.1`, `:stable` bleibt. Andere Branches bauen nicht. **Versionierung:** Ab v0.6.0 nach [Semantic Versioning](https://semver.org/spec/v2.0.0.html): `MAJOR.MINOR.PATCH`, Tags dreiteilig mit `v` (`v0.6.0`, `v1.0.0-rc.1`). Solange die Hauptversion 0 ist, erhöhen inkompatible Änderungen (API, Datenformate, Konfiguration) die mittlere Stelle, Fehlerbehebungen die letzte. Jede Änderung, die Benutzer oder Betreiber betrifft, kommt in [CHANGELOG.md](../CHANGELOG.md) unter „Unreleased“ (Format [Keep a Changelog](https://keepachangelog.com/de/1.1.0/)); beim Release wird der Abschnitt zur Version mit Datum, `frontend/package.json` bekommt die Versionsnummer. Die angezeigte Version (Kopf der App) setzt der Build-Parameter `APP_VERSION`: Die CI übergibt bei Git-Tags den Tag-Namen (`v0.6.0`), sonst zeigt die App die Version aus `frontend/package.json` mit `-dev` (`v0.6.0-dev`). Umgesetzt in `frontend/vite.config.ts` und `frontend/src/version.ts`. Die Tests laufen beim Image-Build (Frontend: `npm run test:run`, Backend: `go test -v ./...`); ein Fehler bricht den Build ab. Frontend-Tests liegen unter `frontend/src/**/__tests__/` (Vitest + jsdom + Testing Library, Setup in `frontend/src/test/setup.ts`). ## Hintergrundjob: Backups [backups.go](../internal/api/backups.go) / [backup.go](../internal/storage/backup.go): Ist „Automatische Backups“ in den Admin-Einstellungen an, läuft einmal täglich zur eingestellten Uhrzeit (`backup_time`, Zeitzone `TZ`; nach einem Neustart wird ein verpasster Lauf am selben Tag nachgeholt): - `backups/system/mindsift-db-JJJJ-MM-TT-HHMM.db.gz`: Abzug der ganzen Datenbank per `VACUUM INTO` (stimmig, auch während geschrieben wird), gzip. - `backups/users/<id>/mindsift-backup-….zip`: dasselbe ZIP wie „Backup herunterladen“ für jedes aktive Konto, mit den Bildern und Aufnahmen der eigenen Notizen unter `media/`. - **Achtung:** Der Datenbank-Abzug enthält keine Mediendateien. Wer den Server sichert, sichert den ganzen Ordner `data/` (Datenbank, `media/`, `backups/`). - Danach werden Dateien älter als `backup_retention_days` (Standard 3) gelöscht. Dateien entstehen über `.part` und Umbenennen, halbe Backups tauchen nie in der Liste auf. Die API liefert nur Dateien mit genau diesem Namensmuster aus. - Im Demo-Modus läuft kein Zeitplan. Zurückspielen eines Datenbank-Abzugs: Container stoppen, `mindsift.db` durch die entpackte Datei ersetzen, starten. Benutzer spielen ihre eigenen Backups in den Kontoeinstellungen ein, auch nur für einzelne Bereiche (Notizen, Aufgaben, Listen, Inbox, Themes). ## Offline (PWA) - **Service Worker** ([public/sw.js](../frontend/public/sw.js)): Seitenaufrufe Network-First mit der zuletzt geladenen `index.html` als Rückfall, Bundles unter `/assets/` (Hash im Namen) aus dem Cache, Icons und Manifest Stale-While-Revalidate. API-Anfragen fasst er nie an. Alte Caches verschwinden beim Aktivieren einer neuen `VERSION`, Bundles sind auf 80 Einträge begrenzt. - **Lese-Cache** ([lib/offline.ts](../frontend/src/lib/offline.ts)): Jede erfolgreiche GET-Antwort landet pro Benutzer in IndexedDB (`mindsift-offline`). Ohne Verbindung liefert `request()` die letzte bekannte Antwort; so startet die App offline angemeldet und zeigt Gedanken, Aufgaben und Listen. Ausgenommen: Streams, Long-Polling, Notiz-Sync (eigener Speicher, [modules/collaboration.md](modules/collaboration.md)), Export, Suche. Abmelden leert Cache und Warteschlange. - **Warteschlange (Outbox):** Offline erfasste Gedanken (`POST /inbox`) und abgehakte Aufgaben bzw. Listeneinträge (`PATCH`) werden in `localStorage` gesammelt, wiederholtes Umschalten zählt nur mit dem Endstand. Gesendet wird in Reihenfolge beim `online`-Ereignis, beim Start und alle 30 s, solange etwas wartet; vom Server abgelehnte Einträge (4xx) entfallen. Andere Änderungen brauchen weiterhin eine Verbindung. - **Hinweis:** Ein Banner über der unteren Navigation zeigt „Offline“ und die Zahl wartender Änderungen bzw. „Synchronisiere…“. ## App-Icons, PWA & Social-Preview (Open Graph) MindSift verwendet plattformübergreifend ein einheitliches App-Icon-Design, das exakt dem Icon im Kopfbereich der mobilen App entspricht: - **Design & Geometrie:** Sanft abgerundetes Quadrat (`rx=108` auf 512x512 Canvas bzw. `rounded-xl`), Primärblau (`--accent-primary: #2563eb`) als Hintergrund und zentriertes Lucide Brain Icon in reinem Weiß (`--text-on-accent: #ffffff`). ### Asset-Matrix (`frontend/public/`) | Datei | Zweck & Zielplattform | Besonderheit | |---|---|---| | `icon.svg` | Modernes Standard-Icon & SVG-Favicon | Vektor-Original mit abgerundeten Ecken | | `icon-192x192.png`, `icon-512x512.png` | PWA-Installation (`purpose: "any"`), Desktop Linux/Windows | Erforderlich für Chromium unter Linux (erzeugt sonst kein `.desktop`-Icon) | | `icon-maskable-192x192.png`, `icon-maskable-512x512.png`, `icon-maskable.svg` | Android Adaptive Icons (`purpose: "maskable"`) | Full-Bleed Hintergrund (`#2563eb`) ohne transparente Ecken, Brain im 80%-Sicherheitsbereich | | `apple-touch-icon.png` (180x180) | iOS Safari („Zum Home-Bildschirm“) | Opaker Hintergrund verhindert schwarze Ränder beim automatischen Apple-Squircle-Maskieren | | `favicon.ico`, `favicon-32x32.png`, `favicon-16x16.png` | Browser-Tabs, Lesezeichen, Chronik | Multi-Resolution-ICO (16/32/48) für alle Desktop-Browser | | `og-image.png` (1200x630), `og-image-square.png` (512x512) | Link-Vorschau in WhatsApp, Discord, Telegram, X/Twitter | Dunkler `#0b0f19`-Hintergrund mit Icon & Claim; Datei-Größe < 120 KB (WhatsApp-Limit < 300 KB) | ### Dynamische OpenGraph-URL-Injektion Messenger-Crawler (insbesondere WhatsApp) werten relative Bild-URLs in `og:image` oft nicht korrekt aus. Der Go-SPA-Handler in [`internal/api/server.go`](../internal/api/server.go) ersetzt beim Ausliefern von `index.html` automatisch relative Pfade (`/og-image.png`, `og:url`) durch die absolute Server-Origin (`scheme://host`), ermittelt über `X-Forwarded-Proto` und `X-Forwarded-Host` bzw. `req.Host`.